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Über mich

Ich heiße Silke Lammers, bin verheiratet und gelernte Arzthelferin. Nach 13 Jahren in der Humanmedizin, zog es mich immer mehr in den Bereich der Hundephysiotherapie. Also begann ich 2011 meine Ausbildung zur Hundephysiotherapeutin. Heute habe ich meine eigene Praxis mit dem ersten integrierten Hundeschwimmbad, Laufband und Vibrationsplatte in Stuhr bei Bremen. Ich bin mit Hunden aufgewachsen und meine ersten eigenen Hunde waren 2 Yorkshire-Terrier, mittlerweile habe ich meinen 2ten Boxer. Gerne informiere ich Sie auf meiner Webseite über meine Praxis und Dienstleistungen und liefere Ihnen weitere für Sie interessante Informationen.

Bilder von der Praxis

Wieso Physiotherapie?

Wozu Hundephysiotherapie? Was kann gemacht werden?
Bei der Physiotherapie an sich geht es vorrangig darum, dass der Hund bewegt wird und auch wieder lernt, sich richtig zu bewegen. Hunde, können depressiv werden und vegetieren teilweise abwesend und lustlos vor sich hin. Da dieser Prozess nicht selten schleichend ist, fällt er dem Besitzer meist erst auf, wenn andere ihn darauf aufmerksam machen oder die Anzeichen nicht mehr zu übersehen sind.

Zu den physiotherapeutischen Behandlungen zählen unter anderem Massagen, Mobilisierung, Strecken und Dehnen, sowie Sport und Schwimmen. Wichtig ist es in jedem Fall den Kreis von Schmerz – Schonhaltung - Muskelverspannung - Schmerz zu unterbrechen und somit die Beweglichkeit in Gelenken und Muskeln zu erhalten oder sogar zu verbessern. Ziel der diversen Behandlungsmaßnahmen ist die Schmerzlinderung, Wiederherstellung bzw. Erhaltung der Gesundheit und nicht zuletzt eine deutliche Verbesserung des Wohlbefindens.

Physiotherapie dient nicht nur zu Rehabilitationszwecken nach Operationen und Unfällen, sondern hat sich zunehmend als hilfreiche Therapie zur Schmerzlinderung bei Altersbeschwerden wie Arthrosen, Probleme z.B. nach Hüftoperationen oder als trainingsbegleitende Maßnahme im Hunde-Sport bewährt. Chronisch erkrankte Tiere bleiben länger schmerzfrei, die postoperative Rekonvaleszenz verkürzt sich deutlich und ältere Hunde bleiben länger mobil.

Die Hundephysiotherapie kann da durchaus positiv Einfluss nehmen. Die Behandlung richtet sich immer individuell nach den jeweiligen Beschwerden und Problemen des Hundes.

Wir -als verantwortungsbewusste Hundehalter- sind daran interessiert, bei unserem vierbeinigen Liebling den Aufbau der Muskulatur zu fördern, die Beweglichkeit zu erhalten oder wieder herzustellen und ihm so die Lebensfreude- und Qualität zu bewahren. Und das zu jeder Zeit, egal ob im Alter, bei Krankheit, nach Verletzung und vor oder nach Operationen. Ihr vierbeiniger Sportpartner wird aber auch für eine routinemäßige Wellnessmassage dankbar sein, so dass er bis ins hohe Alter gesund und fit bleibt.

Die Hundephysiotherapie kann mit unterschiedlichen Maßnahmen viel erreichen. Sei es durch klassische Massagen, Schwimmtherapie, Wärme- und Kältebehandlungen, Magnetfeldtherapie, manuelle Therapien, Krankengymnastik, Bewegungs- und Gerätetherapien, Elektrobehandlungen oder sonstige individuell auf Ihren Hund zugeschnittene Behandlungsmaßnahmen.

Diverse Krankheitsbilder sind oft durch nicht artgerechte Ernährung, Unfälle, falsche Zucht, nicht artgerechte Haltung, usw. der Grund für die gesundheitlichen Probleme. Die Anwendungsbereiche der Hundekrankengymnastik:

  • Skelett- und Wirbelsäulenerkrankungen
  • Verschleißerkrankungen (Arthrose)
  • Prävention vor Operationen
  • Nervenerkrankungen und Lähmungen
  • nach einer Operation
  • Muskelerkrankungen
  • Behandlung von Narben & verhärtetem Narbengewebe
  • Schmerzlinderung und Muskelaufbau
  • Erkrankung von Muskeln Sehnen und Bändern
  • Muskelaufbautraining von Sport- oder Diensthunden
  • oder auch Wellness für das Tier in Form von Massagen

Auf welche Anzeichen sollten Sie als Hinweis auf evtl. physiotherapeutischen Behandlungsbedarf bei Ihrem Vierbeiner achten! Sprechen Sie Ihren Tierarzt gegebenenfalls darauf an.

  1. Kann er schlechter aufstehen, lahmt er die ersten Schritte?
  2. Legt er sich nur zögerlich hin?
  3. Hat sich in der letzten Zeit seine Freude an der Bewegung vermindert?
  4. Zeigt er ungewohnte Ermüdungserscheinungen nach längeren Spaziergängen?
  5. Ist er besonders am Morgen oder nach Belastung steifer?
  6. Steigt er Treppen so wie früher, nur mit Mühe oder gar nicht mehr?
  7. Springt er nicht mehr, so wie vorher, ins Auto, aufs Sofa, aufs Bett?
  8. Hat sich seine Leistungsfähigkeit, seine Ausdauer, altersuntypisch verändert?
  9. Ist seine Muskulatur schlaffer oder verhärtet geworden?
  10. Schlürft er manchmal mit den Pfoten oder knickt um?
  11. Hat er gelegentlich Gleichgewichtsprobleme, Koordinationsschwierigkeiten oder sonstige Probleme sich zu bewegen (z.B. Schwanzwedeln)?
  12. Belastet er alle Gliedmaßen gleichmäßig? 
  13. Steht er mit krummen Rücken dar?
  14. Hat er Harnträufeln oder kann er den Kotabsatz nicht steuern?
  15. Hat er wiederkehrende Ohren- oder Analdrüsenentzündungen?
  16. Ist er berührungsempfindlich (z.B. Muskelzucken) oder mag er es nicht mehr am Rücken gestreichelt oder gebürstet werden (Ausweichbewegung)?
  17. Gibt es sonst irgendwelche Verhaltensänderungen (Aggressivität, Scheue, Teilnahmslosigkeit, Unruhe, Appetitlosigkeit?
  18. Kaut oder leckt er sich verstärkt an den Hinterläufen oder der Rute?
  19. Schmatzt er häufiger oder leckt sich über die Schnauze?
  20. Ist er besonders anhänglich oder zieht er sich öfter zurück?
  21. Wurde er vor kurzem operiert oder steht eine Operation bevor?
  22. Ist mein Hund ruhiger als sonst?
  23. Ist mein Hund Leistungssportler und hat die richtigen Aufwärm- und Cool-down-phasen?
  24. Liegt er immer auf derselben Seite?

Abschließend soll gesagt sein: Die Hundephysiotherapie ist eine sinnvolle, unterstützende Therapieform, die zur Schmerzlinderung, Rehabilitation, Prävention oder auch nur zu Wellnesszwecken eingesetzt werden kann. Sie ersetzt nicht den Gang zu einem Tierarzt! Der Behandlungsumfang sollte bei mindestens 6-10 Behandlungseinheiten liegen. Denn nur durch eine mehrmalige Therapie ist ein gutes Behandlungsergebnis zu erwarten.

Behandlungsablauf

Bei persönlichen Gespräch lerne ich Sie und Ihr Tier kennen und schaue mir zuerst immer die Symptomatik und das Wesen des Hundes an, nehme dessen individuelle Bedürfnisse auf und erarbeite auf dieser Grundlage einen entsprechenden Therapieplan, den ich gerne mit Ihrem behandelnden Tierarzt bespreche. Dadurch ist eine optimale Behandlung für jeden einzelnen Patienten individuell gewährleistet. Die Therapie ist abhängig vom Alter des Tieres und von der Erkrankung. Bitte bringen zum ersten Termin – wenn möglich - alle Unterlagen über erfolgte Behandlungen, Operationen, Röntgenbilder, Medikamente usw. mit.

Termine

Sie müssen einen Termin absagen oder verschieben? Die Termine sind verbindlich. Es kann aber immer mal vorkommen, dass man eine Therapiestunde nicht einhalten kann. Aus organisatorischen Gründen müssen Terminabsagen 48 Stunden (bzw. 2 Werktage) vor dem Termin erfolgen. Bei verspäteten Absagen erfolgt eine Berechnung im vollen Umfang. Die Berechnung ist unabhängig vom Grund einer Absage. Nur so kann ich diese Zeit anderen kranken Tieren zu gute kommen lassen. Während den Behandlungen bin ich telefonisch nicht erreichbar, bitte hinterlassen Sie Ihren Namen und Telefon-Nr. auf dem Anrufbeantworter, ich rufe Sie gerne zurück. Sollte Ihr Hund eine bestimmte Diät benötigen oder nahrungsempfindlich sein, halten Sie bitte Ihre gewohnten Leckerlies bereit

Sporthunde

Vor allem bei sportaktiven Hunden ist ein gesundes Aufwärmen vor dem Sport besonders wichtig um Verletzungen wie Muskelkater, Zerrungen, Abrisse oder sogar Brüche weitestgehend entgegenzuwirken.

1. Phase: Gehen und Traben (Zeit ca. 10 - 15 Minuten)
War der Hund vor dem Training ausgiebig spazieren, kann dies die erste Phase durchaus ersetzen. Zunächst geht der Hund langsam - Strecken und Schütteln ist sinnvoll und erwünscht, danach sollte er im Trab geführt werden. Während der Aufwärmphase sollten Sie Ihren Hund genau in seinem Bewegungsablauf beobachten. Lahmt er oder wirkt an seinem Gang etwas anders als sonst (langsam, unkoordiniert, verzögert, usw.)? In diesem Fall ist es - im Sinne des Hundes- sinnvoll, auf ein bevorstehendes Turnier oder einen Wettkampf zu verzichten und eine Abklärung durch einen Tierarzt angeraten.

2. Phase: Dehnende Bewegungsübungen (Zeit ca. 5 - 10 Minuten)
Sinnvoll ist es, den Hund Übungen durchführen zu lassen, bei denen er selbst ruhig und aktiv seine Gelenke bewegt und die Muskeln, Bäder und Sehnen auf die kommende sportliche Belastung vorbereitet werden.
Die Meinungen über das richtige Dehnen als Vorbereitung für den Sport gehen weit auseinander. Aus medizinischer Sicht allerdings ist Dehnen im Allgemeinen sinnvoll, wenn eine Einschränkung der Beweglichkeit des Gelenkes vorliegt. Vermeiden Sie Übungen, die den Hund zu evtl. Übersprungshandlungen anregt. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund alle Stretchbewegungen langsam und ruhig ausführt. Zum Entspannen des Hundes ist es sinnvoll zwischen den einzelnen Dehnübungen ein kurzes Zerr- oder Suchspiel machen, oder ein paar Schritte zu laufen. Alle Übungen können den Hund beim Warten direkt vor dem Start warmhalten.

Als Dehnübungen stehen verschiedene Bewegungsspiele zu Verfügung.

  1. Der Hund krabbelt in geduckter Haltung unter den Beinen seines sitzenden Besitzers durch. (Stretching der Gliedmaßen und dem Rücken)
  2. Der Hund wird zum Rückwärtsgehen durch Sichtzeichen oder Befehl bewegt. (Stretching der Hintergliedmaßen)
  3. Der Hund stellt sich auf die Hintergliedmaßen und stützt sich mit den Vorderpfoten am Menschen ab. Hierzu kann ebenso gut eine Wand oder eine Physiorolle gewählt werden. (Stretching die Vorder- und Hintergliedmaßen)
  4. Aus dem Dog-Dancing der bekannte Befehl „Streck dich" (Stretching von Vordergliedmaße und Rücken)
  5. Von vielen Hunden schon gelernt „High five" mit linker und rechter Vordergliedmaße (Stretching die Vorderbein- und Schultermuskulatur)
  6. Beim Beinslalom geht der Hund während des Laufens seines Besitzers jeweils durch die Beine seines Besitzers hindurch. (Stretching der äußeren Rückenmuskulatur)
  7. Der Hund läuft abwechselnd rechts- und linksrum im Kreis (Stretching der äußeren Rückenmuskulatur)

3. Phase: (Zeit ca. 5 Minuten)
Am Ende der Aufwärmphase können kurze Galoppstrecken, niedrige Sprünge durchgeführt werden. Natürlich sollten auch langsamere Phasen und Spiele eingebaut werden. So ist Ihnen die Aufmerksamkeit des Hundes und dem Hund der Spaß mit Ihnen gesichert. Kurze Pausen zwischen der Aufwärmphase und dem Sport kann der Hund sich ruhig hinlegen.
Wichtig: Achten Sie allerdings darauf, dass der Hund sich nicht frühzeitig so auspowert, dass ihm beim Wettkampf gar nicht mehr die volle Leistung zur Verfügung steht.

Cool down für Hunde
Achten Sie darauf, dass in der kalten Jahreszeit oder bei kurzhaarigen Hunden der Hund durch z.B. Hundemäntel oder warme Hundedecken in der Transportbox ausreichend warm gehalten wird und keiner Zugluft ausgesetzt ist. Gönnen Sie Ihrem Hund nach dem Sport einen Cool down. Dadurch kommt es zu einem besseren Abtransport von Stoffwechselprodukten. Hierzu führen Sie ihn wie in der Aufwärmphase im Schritt und Trab. Im Idealfall dauert der Cool down genauso lange wie die Aufwärmphase. In dieser Zeit normalisiert sich der Kreislauf, die Atmung und durch die einsetzende Muskelentspannung kühlt der Hund langsam wieder ab. Es ist sinnvoll, Ihrem Hund nach jeglicher sportlichen Anstrengung eine Massage zukommen zu lassen. Diese können Sie auch zuhause ausführen. Der Hund kann gut entspannen und Sie haben eine gute Möglichkeit nach evtl. Verletzungen zu sehen.

Sportmassage für Hunde
Die Sportmassage besteht aus ausgewählten Griffen der klassischen Hundemassage, die aber keine physiotherapeutische Massage ersetzt. Wer seinen Hund regelmäßig massiert, wird schnell ein Gefühl dafür bekommen und so zeitig merken, ob der Hund eventuell Schmerzen oder eine Verletzung hat. Einsetzen kann man die Sportmassage nach dem Cool down, nach besonderen Belastungen (z.B. Seminare, Turniere), in den Pausen eines Turniers, zur Entspannung, oder der zur Konzentrationssteigerung

Hund am Rad

Der Vierbeiner kann beim Laufen neben dem Rad seine Kondition und den Muskelaufbau steigern und seine Energie auf natürliche Weise abbauen. Allerdings gilt es auch hier, einiges zu beachten.

  1. Hunde sollten erst ab einem Alter von 15 – 18 Monaten neben dem Fahrrad laufen. In diesem Alter ist das Skelett, die Bänder, Sehnen und Muskeln, sowie die Gelenke sind noch nicht genügend gefestigt, um eine stärkeren Belastung Stand halten zu können.
  2. Der Hund sollte organisch (Herz-Kreislaufsystem) gesund sein und kein Über- oder Untergewicht haben.
  3. Das Training sollte nur 3 mal in der Woche stattfinden.
  4. Der Hund sollte das Rad zuerst ausreichend kennen und akzeptieren lernen. Er sollte sich Wohl und Sicher in der Nähe des fahrenden Rades fühlen.
  5. Der Untergrund beim Laufen sollte nicht aus Schotter oder Straßenasphalt bestehen, er sollte immer weich und federnd sein (z.B. Wald oder Feldwege)
  6. Die Dauer des Radausfluges sollte immer langsam beginnen und je nach Verhalten des Hundes gesteigert werden. D.h. sollte nach dem Radfahren ein Anlaufschmerz oder andere Anzeichen auftauchen, muss das Training sofort zurückgeschraubt werden.
  7. Anfangs sollte der Hund immer an einer Seite des Rades laufen. Vorzugsweise rechts, dann ist er von der Straßenseite abgewandt, was ihm einen gewissen Schutz vor den anderen Verkehrsteilnehmern gibt. Hierzu ist es wichtig, dass er den Befehl „Am Rad“ oder Rechts“ kennt.
  8. Der Hund sollte sich vor der Radtour ausreichend gelöst haben, damit er durch plötzliches stoppen weder sich noch seinen Halter in Gefahr bringt. Zum „Zeitunglesen“ sollte er nachher noch ausreichend Zeit haben. Auf diese Weise hat der Hund eine ausreichende Aufwärm- bzw. Abkühlphase.
  9. Während des Fahrens sollte der Hund ein Brustgeschirr tragen und die Leine sollte stets locker durchhängen. Dadurch wird die Halswirbelsäule -durch evtl. plötzlichen oder länger anhaltenden Zug- nicht belastet. Halsbänder oder sogar Stachelhalsbänder oder Würger sollten auf keinen angelegt werden.
  10. Der Hund sollte im lockeren Trab neben dem Rad laufen